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Subtil & Sexy

Ausbrechen – aus gängigen Mustern und Verhaltensweisen. Das ist Bettina Reichls Antriebskraft. Nicht von ungefähr hat sie ihr Label Odrowąż genannt. Der Name ihrer Urgroßmutter steht für Unangepasstheit. Sie war es, die als polnische Adelige aus Liebe auf ihr Erbe verzichtet hatte. „Mode verstehe ich als Sprache“, sinniert die Designerin und verweist darauf, dass „Odrowąż“ als Synonym, als Hommage gedacht sei.

Vernetzt denken

Ihre Leidenschaft für die Wissenschaft ist mindestens so groß wie jene für das Modedesign. So beschäftigt sich die ausgebildete Designerin mit Forschungsprojekten rund um biogenes Verpackungsmaterial, eröffnete Anfang 2002 einen Showroom für Mode und Kunst in Graz und kuratiert seit 2004 internationale Modeprojekte im Rahmen der Projektreihe Crossing Fashion in der Steiermark.

Verhüllen und enthüllen

 

In ihrem eigenen Label kombiniert sie heuer naturgefärbtes Leinen mit edlen Waxprint-Stoffen von der Elfenbeinküste, die im Blockprintverfahren hergestellt wurden. „Sie weisen eine ganz eigene Musterung auf und ihre Herkunft ist damit afrikaweit erkennbar“, erläutert sie, „die Muster sind einfärbig  in Braun, Blau und Grün auf elfenbeinfarbenem Untergrund aufgebracht. Sie sind zumeist geometrisch-perspektivisch aufgebaut und erinnern an Motive der 60ies“.

Was Bettina Reichls Arbeiten auszeichnet, ist, dass sie die Geometrie in die Schnittformen der Kleider aufnimmt. Aus Kreisen oder Schleifen ergaben sich durch Experimentieren überraschende Kleidformen. Die Raffinesse eröffnet sich auf den zweiten Blick: Das Cape wird zur Jacke, der Schalkragen zur Kapuze.
In der Formgebung der Kollektionsteile greift sie erneut das Thema der natürlichen Kreisläufe auf. Asiatisch puristische Schnittführung  trifft auf afrikanisch anmutende Wickeltechniken. Stylische Overalls aus den Waxprints der Elfenbeinküste verströmen Pariser Chic.
Stoffstreifen als Erinnerung
Was den Abfall bei der Verarbeitung der Stoffe betrifft, so entsteht so gut wie keiner. Stoffreste werden zu Bändchen zerschnitten und zu Accessoires wie z. B. Stoffblüten zum Anstecken weiterverarbeitet. Inspiriert wurde Reichl  vom afrikanischen Brauch, eine Frau in ihrem wertvollsten Waxprint-Tuch zu begraben und einige Stoffstreifen davon als Erinnerung an die Angehörigen und Freunde zu verteilen. In Afrika zählen hochwertige Stoffe zu Wertgegenständen, die gesammelt und vererbt werden.

 

Natur pur

Zum zweiten Mal  hat sich Bettina Reichl der Herausforderung gestellt, indem sie Stoffe rein pflanzlich färben lässt: Der Naturfarbstoff ist Tannin, wie es z. B. aus Baumrinden gewonnen werden kann. Den Farbstoff liefert das Institut für Textilchemie und Textilphysik der Universität Innsbruck. „Ein schönes, intensives Anthrazit ist dabei
herausgekommen, das wunderbar mit den Waxprints harmoniert“, freut sie sich.

 

 

Bei Kastner & Öhler Graz Sackstraße sind die raffinierten Teile der steirischen Designerin Bettina Reichl ab 20. März erhältlich. Die Designerin ist außerdem am 20.3. im Rahmen der Pressekonferenz selbst vor Ort.

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