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Was heißt was bei Düften?

Wissen Sie, dass Amber ein Stoffwechselprodukt von Walen ist? Wir haben uns schlau gemacht und bringen etwas Klarheit ins Tohuwabohu von Parfuminhaltsstoffen.

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Geheimnis des Meeres

Amber, der ungewöhnliche Duft aus dem Meer, ist seit der Antike bekannt. Ursprünglich diente die Substanz als Heilmittel und Aphrodisiakum. Lange Zeit blieb die Herkunft des äußerst seltenen Ambers im Ungewissen. Manche glaubten, die duftenden grauen Steine, die an die Küsten gespült wurden, stammten von Seeungeheuern.

Erst Anfang des 19. Jahrhunderts wurde das Rätsel gelöst. Natürliche Ambra, im Arabischen auch Amber genannt, ist ein Stoffwechselprodukt von Walen. Die Meeressäuger ernähren sich von Tintenfischen und Kraken. Diese haben einen schwer verdaulichen, scharfkantigen Kiefer, der ähnlich geformt ist wie ein Papageienschnabel. Es wird vermutet, dass sich Amber bei der Verdauung dieser unbekömmlichen Teile bildet. Wie das genau funktioniert, ist aber immer noch unklar.

Frische Ambra weist einen eher unangenehmen Geruch auf und muss mehrere Jahre lang an einem Luft zugänglichen Ort lagern, bevor sie den geschätzten, typischen Duft annimmt. Früher waren es meist Fischer, die die kostbaren Brocken im Meer entdeckten. Heutzutage wird Amber synthetisch hergestellt. Die Duftnuancen reichen von „holzig, trocken“ über „balsamisch-süß“ bis zu „tabakartig“.

 

Halb Zitrone, halb Orange

Der Name Bergamotte klingt nach sonnigem Süden, und genau daher kommt die bei uns fast unbekannte Zitrusfrucht auch. Sie wächst nur an einem geringflächigen Küstenabschnitt zwischen dem Tyrrhenischen und dem Ionischen Meer in Süditalien. Dass die Bergamotte durch eine (allerdings zufällige) Kreuzung entstanden ist, sieht man ihr an: Von der Limette hat sie die grüne Schale, von der Bitterorange die runde Form. Wie alle Zitrusfrüchte wächst auch die Bergamotte an einem immergrünen Baum. Trotzdem gibt es einen entscheidenden Unterschied: Im Gegensatz zu ihren Verwandten ist die Bergamotte nur bedingt essbar, weil sie extrem sauer schmeckt.
Dafür sind die Schalen der Bergamotte mit ihrem intensiv zitronigen Aroma besonders begehrt, beispielsweise als Basis für die Herstellung von Likören, Süßigkeiten und Zitrusgetränken. Die Briten haben das ätherische Öl aus Bergamotte-Schalen außerdem zur Aromatisierung ihres Earl-Grey-Tees entdeckt und stellen auch Marmelade her. In der italienischen Region Kalabrien aromatisiert man mit Bergamotte auch Cremes, Kekse, Kuchen und Eis.
Die Essenz, welche durch das Auspressen der Schalen gewonnen wird, enthält über 350 verschiedene Aromen und übertrifft damit viele andere natürliche Duftstoffe an Komplexität. Um einen Liter Öl zu gewinnen, müssen 200 Kilo Früchte gepflückt werden.


Essenz der Sinnlichkeit - Patchouli ist ein aus Malaysia stammender Strauch mit einem festen Stamm. Sein Öl wird aus den Blättern der Pflanze gewonnen, wobei 30 bis 50 kg der getrockneten Patchouliblätter durch Wasserdampfdestillation zu einem Kilo Patchouliöl verarbeitet werden. Eine „Blütezeit“ erlebte der orientalische Duft in den 60er und 70er Jahren – als Lieblingsduft der Hippies. Der süßliche, erdige und waldig-holzige Duft verleiht einem Parfum eine exotisch-orientalische Note. In östlichen Kulturen wird Patschouli oft im Haushalt verwendet, um das körperliche Wohlbefinden zu unterstützen und um ungünstige Emotionen loszulassen.

Erfrischend erdig
Ursprünglich stammt Vetiver es aus Asien, wird heute jedoch in vielen tropischen Gebieten kultiviert. Guerlain hat sogar einen eigenen Duft gleichen Namens – „Vétiver“ aus dem Jahr 1959 – im Programm, der mittlerweile als Klassiker gilt. Es war der erste, den Jacques Guerlain selbst kreierte. Gewonnen wird das Parfümöl aus den feinen, blassgelben Wurzeln des Vetivergrases. Vetiveröl ist ein Hauptbestandteil in mehr als einem Drittel aller Parfums für Frauen (z. B. Calèche, Chanel No. 5) und in 20 Prozent aller Männerdüfte. Der neue Unisex-Duft ck2 präsentiert sich zum Beispiel in seiner Basis in Sandelholz, Vetivergras und Weihrauch.

Ein „kuscheliges“ Duftbild
Die Tonkabohne ist der mandelförmige Samen des Tonkabaumes, der in Guayana und Nordbrasilien beheimatet ist, aber auch großflächig in Südamerika und der Karibik angebaut wird. Ihr würzig-warmer, weicher, fast pudrigen Duft, der an Vanille und samtige Mandeln erinnert, wird von einer zarten Süße und Noten von frischem Heu begleitet. So ergibt sich ein aromatisch-würziges und „kuscheliges“ Duftbild, das jedem Parfum eine einzigartige Fülle verleiht.

Ein Hauch von Asien

Der Name „Osmanthus“ stammt aus dem Griechischen – osmè bedeutet Duft und ànthos Blüte. Der Strauch ist ursprünglich in China beheimatet, und seine betörenden Blüten trägt er das ganze Jahr über. Das per Extraktion gewonnene ätherische Öl ist sehr kostbar – für ein Kilogramm Öl benötigt man rund 1.000 kg Blüten. In China dienen Osmanthusblüten schon seit Jahrhunderten zur Parfümierung von Tee. Als Parfumnote harmoniert Osmanthus wunderbar mit Blumennoten wie Jasmin oder Rose.

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